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Mai 20 2017

Am Samstag den 20.05.2017 war Herr Albersmann mit dem SZD 54-2 "Perkoz" zum Probefliegen am Flugplatz Meiersberg. Auch unsere Mitglieder konnten sich ein Bild von dem neuen, aus Polen kommenden Flieger machen. Das Interesse war sofort geweckt, als sich der Anhänger öffnete.

Sofort viel das sehr groß ausgefallene Seitenleitwerk ins Auge. Aber bevor das Flugzeug ausgiebig getestet werden konnte, hieß es aufrüsten. Auch hier sehr auffällig, die für einen Doppelsitzer sehr leichten Tragflächen, die man durchaus mit drei Mann Händeln kann. Das Cockpit wirkt modern und aufgeräumt. Dies ließ die Erwartungen höher steigen. Doch einen kleinen Dämpfer gab es schon vor dem ersten Start. Die ersten Mitglieder machten eine Sitzprobe. Was vorne auch für größere Piloten noch in Ordnung war, konnte auf dem hinteren Sitz nicht mehr viel Freude bereiten. Denn auf dem hinteren Platz können die Seitenruderpedale nicht verstellt werden und die Sitzschale nur mit erheblichen Aufwand.
Als Erstes durfte unser Cheffluglehrer Thomas Hill mit dem Perkoz in die Lüfte gehen.

Nach einem weitere Start mit unserer Geschäftsführerin Elisabeth Liersch und einem kleineren Thermikflug von ca 30 Minuten, vielen die Fazits der beiden gemischt aus. Während Thomas die Sitzposition hinten bemängelte und die Flugeigenschaften als gewöhnlich empfand, fühlte sich Elisabeth direkt Wohl in dem Flieger. Auch das Thermik fliegen ging ihr gut vom Knüppel. Sie bemängelte allerdings die Lautstärke innerhalb des Cockpits. Besonders mit geöffnetem Fensterchen seien kaum Gespräche zwischen den Piloten möglich. Danach konnten noch einige unserer Mitglieder den Flieger Probe fliegen, wobei auch hier gemischte Meinungen zustande kamen. Auch die verschiedenen Startarten wurden getestet. Sowohl das Flugverhalten an der Winde, wie auch beim Flugzeug Schlepp waren Bestandteil der Tests. Was jedoch alle als sehr positiv empfunden haben, war das Bodenhandling des Perkoz. Trotz seiner 20 Meter Spannweite, ließ er sich, dank des guten Schwerpunktes ohne Spornradkuller, über den Flugplatz manövrieren.

Als Fazit bleibt für uns, der Perkoz ist für 125.000€ (als 20m Variante, mit Instrumente und mit Anhänger) die Eierlegendewollmilchsau am Segelfliegerhimmel. Er kann alles, aber nicht alles überragend gut. Der größte Kritikpunkt bleibt aber die Sitzposition hinten. Ein Flugzeug welches keine bequeme Sitzposition bietet, wird auf Dauer nicht den erhofften Spaß bringen können.
 

Wir danken Herrn Albersmann sehr, dass wir den SZD 54-2 Perkoz so ausführlich testen durften und wünschen weiterhin viel Erfolg mit diesem Flugzeug.

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